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/ 19.06.2013
Udo Ulfkotte

Grenzenlos kriminell. Die Risiken der EU-Osterweiterung. Was Politiker verschweigen

München: C. Bertelsmann 2004; 320 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 3-570-00200-4
Bei diesem Buch könnte es einem angst und bange werden. Ulfkotte schildert munter so ziemlich alle Kriminalitätsrisiken, die gegenwärtig existieren. Seiner Meinung nach wird die Osterweiterung der EU das Problem sogar noch um ein Vielfaches verschärfen. Ulfkotte will sein Buch jedoch nicht als Argumentationshilfe für EU-Gegner verstanden wissen. Er betont vielmehr ausdrücklich, ein „überzeugter (Kern-)Europäer“ (9) zu sein. Von der Erweiterung ist er offenkundig nicht sehr angetan. Der Hauptteil des Buches besteht deshalb auch aus Fallstudien, in denen die Gefahren aufgezählt werden, die aus acht osteuropäischen Ländern drohen, wobei nicht alle Beitrittsländer sind: Bulgarien, Estland, Georgien, Litauen, Polen, Rumänien, die Tschechische Republik und Zypern. In einem weiteren Kapitel gibt er einen Überblick über die Arbeit der Fahnder und schildert die Aktivitäten diverser Mafia-Organisationen. Zum Abschluss präsentiert er ein 12-Punkte-Programm gegen die Kriminalität, das zum größten Teil aus eher technischen Maßnahmen besteht. Auf der politischen Ebene fordert er eine verstärkte Kooperation der Sicherheitsbehörden und ein Ende dessen, was er als „geistige Kleinstaaterei“ (285) in der EU bezeichnet.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.2633.13.52.622.3432.324 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Udo Ulfkotte: Grenzenlos kriminell. München: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20831-grenzenlos-kriminell_24289, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24289 Rezension drucken
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