/ 22.06.2013
Herwig Grimm / Stephan Schleissing (Hrsg.)
Grüne Gentechnik. Zwischen Forschungsfreiheit und Anwendungsrisiko
Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2012; 444 S.; brosch., 49,- €; ISBN 978-3-8329-6970-7Unter „Grüner Gentechnik“ ist die Verwendung von Gentechnologie in der Landwirtschaft zu verstehen. Mit dem Verbot des Anbaus von gentechnisch verändertem Mais in Deutschland sind die Fragen nach Legitimität, Grenzen und Notwendigkeit von grüner Gentechnik ins allgemeine politische Bewusstsein getreten. Die Positionen dazu verlaufen teilweise quer zu den politischen Lagern, Meinungsbildung scheint nur unter Rekurs auf wissenschaftliche Expertise möglich. Der Band dokumentiert die schwierigen Fragen, die sich für die Wissenschaft in diesem Feld ergeben: Welche Bedeutung kommt der Wissenschaftsfreiheit unter gegenwärtigen politischen Bedingungen zu? In welcher Weise beeinflusst die Öffentlichkeit den Forschungsprozess? Welche Wege und Mittel des Wissenstransfers bestehen? – Im ersten Teil werden wissenschaftsethische Grundfragen erörtert; im zweiten Teil nehmen die Autoren zu Fragen biopolitischer und biotechnologischer Art Stellung; im dritten Teil geht es um die möglichen gesellschaftlichen und sozialen Folgen der Gentechnik. Die beteiligten Autoren besitzen zu einem guten Teil einen natur- oder technikwissenschaftlichen Hintergrund, es kommen aber auch Philosophen, Theologen Kommunikationswissenschaftler, Juristen, Wirtschaftswissenschaftler und Soziologen zu Wort.
Florian Weber (FW)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 2.343
Empfohlene Zitierweise: Florian Weber, Rezension zu: Herwig Grimm / Stephan Schleissing (Hrsg.): Grüne Gentechnik. Baden-Baden: 2012, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/34824-gruene-gentechnik_41866, veröffentlicht am 01.03.2012.
Buch-Nr.: 41866
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M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
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