/ 05.06.2013
Hauke Brunkhorst
Hannah Arendt
München: C. H. Beck 1999 (Beck'sche Reihe: Denker 548); 184 S.; 22,- DM; ISBN 3-406-41948-8Als Hintergrund und Leitfaden dieser Einführung dienen Arendts im Laufe der Zeit wechselnden Interpretationen des republikanischen Nationalstaates. Diese Schwerpunktsetzung ermöglicht es Brunkhorst, dem Werk Hannah Arendts auch rechtsphilosophische Dimensionen abzugewinnen. Als besonders erhellend erweist sich jedoch vor allem der längere Abschnitt über die Arendtsche Handlungstheorie im dritten Teil des Buches. Hier wird die sich aus griechischen sowie römischen Quellen speisende - und nach wie vor aktuelle - Machttheorie vorbereitet und eingebettet in einen interpersonalen Handlungs- und Freiheitsbegriff, den Arendt vor allem dem christlichen und modernen Denken abzugewinnen versteht.
Inhalt: I. Leben: Das Gerücht vom heimlichen König; "Jüdin-sein"; Exil. II. Weltverlust: Entstaatlichung der Politik; Exkurs: Die Entstaatlichungsthese bei Arendt, Neumann und Schmitt; Sozialintegration ohne Solidarität. III. Welterschließung: Die Nation, das Volk und der Mob; Menschenrechte, ihre Aporien und der Schrecken vor den Menschen Afrikas; Mit Heidegger gegen Heidegger denken. IV. Wirkungen.
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.46
Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Hauke Brunkhorst: Hannah Arendt München: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7923-hannah-arendt_10499, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 10499
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Dr., Politikwissenschaftler.
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