Skip to main content
/ 21.06.2013
Thomas Wild

Hannah Arendt

Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2006 (Suhrkamp BasisBiographie 17); 158 S.; 7,90 €; ISBN 978-3-518-18217-8
Das Werk Hannah Arendts hat – gewiss nicht zufällig – nach der Wende von 1989 eine erkennbare Renaissance erfahren. Das lag nicht allein an dem Umstand, dass der Zusammenbruch der staatssozialistischen Gesellschaftssysteme eine unvoreingenommene Lektüre ihrer totalitarismustheoretischen Schriften erleichterte. Ebenso enthält ihr normatives Plädoyer für einen Politikbegriff, der konstitutiv mit der Idee unreglementierter Öffentlichkeit verknüpft ist, ein kritisches Potential, das sich nicht der üblichen Links-Rechts-Unterscheidung einfügt. Vor diesem Hintergrund entwirft Wild ein Porträt Hannah Arendts, das sie als Denkerin von Pluralität – theoretischer ebenso wie politischer – zeigt. Die konzeptionelle Entscheidung, dies in zwei Schritten vorzunehmen – in einem Teil, der die Vita und in einem zweiten, der das Werk behandelt – eröffnet dem Leser unterschiedliche Zugangswege zur Person Hannah Arendt. Dabei wahren entsprechende Querverweise vom Leben aufs Werk und von den Schriften auf biografische Ereignisse zugleich auch den Zusammenhang der beiden Perspektiven. Der schmale Band ist durchgängig bebildert.
Thomas Mirbach (MIR)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 1.32.35.46 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Thomas Wild: Hannah Arendt Frankfurt a. M.: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26526-hannah-arendt_30918, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 30918 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA