/ 11.06.2013
Martin Gessmann
Hegel
Freiburg i. Br./Basel/Wien: Herder 1999 (Herder Spektrum 4763); 156 S.; 16,80 DM; ISBN 3-451-04763-2Hegel soll einem Schüler, der sich über die Unzugänglichkeit seiner Werke beschwert hatte, neben Langmut vor allem geraten haben, "Lateinische Lektüre, die Rudimente der Algebra, Naturkunde und Geographie" (9) zu studieren. Gessmanns Einführung in das Werk Hegels orientiert sich an diesen hegelschen Ansprüchen: Zum einen versucht sie, einen weniger steinigen Weg zum Verständnis Hegels zu bereiten, zum anderen nimmt sie Hegels Empfehlung, der in Kürze seinen eigenen Bildungsweg referiert, zum Vorbild der Darstellung und versucht, die Stationen der hegelschen Bildung Schritt für Schritt nachzuzeichnen. "Der Bildungsweg soll entsprechend bei der Stuttgarter Schule beginnen und bis zum Berliner Katheder reichen." (11) Jedem Kapitel ist eine kurze biographische Skizze der jeweiligen Lebensabschnitte vorangestellt. Das Buch bietet einen gelungenen, einfach geschriebenen Einstieg in die komplizierten hegelschen Denkmuster. Bei einer erneuten Auflage wäre es allerdings wünschenswert, wenn das lediglich zwei Seiten umfassende Literaturverzeichnis um weitere Werke ergänzt würde.
Florian Weber (FW)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.33
Empfohlene Zitierweise: Florian Weber, Rezension zu: Martin Gessmann: Hegel Freiburg i. Br./Basel/Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10333-hegel_12221, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12221
Rezension drucken
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
CC-BY-NC-SA