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/ 20.06.2013
Stephan Egger

Herrschaft, Staat und Massendemokratie. Max Webers politische Moderne im Kontext des Werks

Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2006; 346 S.; brosch., 34,- €; ISBN 978-3-89669-560-4
Politik findet sich in Webers Schriften nicht nur in seinen Stellungnahmen zu aktuellen Fragen seit dem Kaiserreich, sondern häufig in wissenschaftstheoretischen, religionssoziologischen und nationalökonomischen Studien gebrochen wieder. Deshalb verwundert es auch nicht, dass seine politische Positionierung vor allem seit Mommsens „Max Weber und die deutsche Politik“ leidenschaftlich diskutiert wurde. Egger weist die These von Mommsen, Weber sei ein Vordenker des Führerstaates, zurück. Denn nicht das Charisma sei der Motor von Webers politischem Denken, sondern seine anthropologischen Prämissen, sein über die Forderung nach Wertneutralität hinausgehendes Wissenschaftsverständnis und seine Diagnose der Moderne als stahlhartes Gehäuse der Hörigkeit. Aus diesem Grund taucht die mehr oder weniger verdeckt ethische Frage nach der Freiheit des Menschen im Zeitalter von Massendemokratie und Kapitalismus als zentrales Motiv seines Werkes auf.
Frank Schale (FS)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Technische Universität Chemnitz.
Rubrizierung: 5.465.42 Empfohlene Zitierweise: Frank Schale, Rezension zu: Stephan Egger: Herrschaft, Staat und Massendemokratie. Konstanz: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25600-herrschaft-staat-und-massendemokratie_29696, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29696 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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