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/ 20.06.2013
Anton Joachimsthaler

Hitlers Ende. Legenden und Dokumente

München: Herbig 2004; 504 S.; 2., überarb. Aufl.; 34,90 €; ISBN 3-7766-2383-7
Der Erfolg des Kinofilms „Der Untergang“ hat gezeigt, wie groß das Interesse an der Person Adolf Hitlers nach wie vor ist, zugleich hat der Film die Aufmerksamkeit für das Ende des „Dritten Reiches“ und die Umstände des Todes von Hitler noch einmal verstärkt. Die Studie von Joachimsthaler, der als Sachbuchautor bereits mehrere Arbeiten zum Nationalsozialismus vorgelegt hat, ist deshalb wohl nicht zufällig in zweiter Auflage erschienen. Dem Autor geht es weniger um eine Deutung des Nazi-Regimes im Lichte der letzten Monate als vielmehr um eine Darstellung der Fakten und eine Überprüfung von Positionen, die in der historischen Fachliteratur vertreten werden. Der Tod von Adolf Hitler sei im Dunkel von „Legenden, Lügen, Halbwahrheiten“ (21) verschwunden. Angesichts dessen geht es Joachimsthaler unter Aufarbeitung umfangreichen Quellenmaterials darum, die tatsächlichen Umstände zu rekonstruieren und Fehlurteile sowie bewusste Manipulationen zu widerlegen. Wer sich mit den letzten Tagen des Hitler-Reiches beschäftigen will, mag in dem akribisch recherchierten Buch interessante Details geboten bekommen. Eine über einzelne Ereignisse hinaus weisende Deutung der Epoche hat Joachimsthaler nicht geschrieben - er beansprucht das aber auch nicht.
Wilhelm Knelangen (WK)
Dr., wiss. Ass., Institut für Sozialwissenschaften (Bereich Politikwissenschaft), Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.312 Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Knelangen, Rezension zu: Anton Joachimsthaler: Hitlers Ende. München: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22598-hitlers-ende_25782, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25782 Rezension drucken
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