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/ 11.06.2013
Reinhard Blomert

Intellektuelle im Aufbruch. Karl Mannheim, Alfred Weber, Norbert Elias und die Heidelberger Sozialwissenschaften der Zwischenkriegszeit

München/Wien: Carl Hanser Verlag 1999; 466 S.; geb., 49,80 DM; ISBN 3-446-19756-7
Das Heidelberger Institut für Sozial- und Staatswissenschaften wird hier erstmals als solches zum Objekt einer ideengeschichtlichen Arbeit gemacht. Blomert untersucht nicht nur die drei herausragenden Exponenten der Heidelberger Sozialwissenschaft, sondern zieht bewußt auch die weniger bekannten Vertreter dieser "Schule" heran, um ein umfassendes Bild zu erhalten. Dabei zeigt sich vor allem, daß nicht wirklich von einer Schule im Sinne einer kohärenten gemeinsamen Theorie oder zumindest gemeinsamer Herangehensweisen gesprochen werden kann. "Ihr Charakteristikum war [vielmehr] die offene Diskussion kontroverser Standpunkte, das Forum divergierender Meinungen und Methoden." (8) Gerade dadurch wurden die Heidelberger aber zu Vertretern einer modernen, liberalen und pluralistischen Wissenschaft. Angefügt ist die bislang unveröffentlichte Disposition der geplanten Habilitation von Norbert Elias bei Alfred Weber über "Die Entstehung der modernen Naturwissenschaften". Inhaltsübersicht: Institutspolitische Konzeptionen; Das Institut für Zeitungswesen; Angestellte: Die Debatte über den "neuen Mittelstand"; Carl Brinkmanns Theorie der Refeudalisierung; Das Rockefeller-Programm 1929-1935; Die Adam-Müller-Debatte; Kultursoziologie; Die Relativismusdebatte; Von der Philosophie zur Soziologie: Norbert Elias in Heidelberg; Politik am Institut - Institutspolitik.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.42.311 Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Reinhard Blomert: Intellektuelle im Aufbruch. München/Wien: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10182-intellektuelle-im-aufbruch_12044, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12044 Rezension drucken
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