/ 19.06.2013
Jean François Fayet
Karl Radek (1885-1939) Biographie politique
Bern u. a.: Peter Lang 2004 (L'Europe et les Europes 4); XV, 813 S.; brosch., 82,80 €; ISBN 3-906770-31-1Geschichtswiss. Diss. Genf; Gutachter: J.-C. Favez. - In dieser politischen Biografie zeichnet der Autor die Stationen und Aktivitäten des Politikers und Journalisten Radek in sieben Kapiteln detailliert nach. Radek wurde im galizischen Lemberg geboren und war jüdischer Abstammung. Der Autor bezeichnet ihn als „enfant terrible“ der sozialistischen Internationale. Zunächst gehörte er zu den führenden Linken in der polnischen und deutschen Sozialdemokratie. Nach seinem Ausschluss aus der SPD wurde er zu einem der Vertrauensleute Lenins, war in den 20er-Jahren Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU und zählte zu den Kritikern Trotzkis, woraufhin er aus der Partei ausgeschlossen und nach Sibirien verbannt wurde. Nach seiner Rückkehr betätigte er sich als Journalist. Fayet stützt seine Studien auf bisher unveröffentlichte Dokumente ehemaliger sowjetischer Archive.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.1 | 2.62 | 2.311
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Jean François Fayet: Karl Radek (1885-1939) Bern u. a.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21239-karl-radek-1885-1939_24791, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 24791
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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