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/ 18.06.2013
Carsten Lutz

Kompetenzkonflikte und Aufgabenverteilung zwischen nationalen und internationalen Gerichten. Erste Bausteine einer Weltgerichtsordnung

Berlin: Duncker & Humblot 2003 (Rechtsfragen der Globalisierung 5); 231 S.; 64,- €; ISBN 3-428-10957-0
Rechtswiss. Diss. Freiburg; Gutachter: A. Vosskuhle, R. Wahl. - In den letzten Jahrzehnten sind im Zuge eines beschleunigten Internationalisierungsprozesses zahlreiche neue überstaatliche Gerichte entstanden. Deren Spruchtätigkeit besitzt direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Tätigkeit nationaler Gerichte, ohne dass stets verlässliche Koordinierungsmechanismen und überzeugende Lösungen für vielfältig denkbare Kollisionslagen vorhanden wären. Nach einer Bestandsaufnahme der bisher vorzufindenden Aufgabenverteilung zwischen den verschiedenen nationalen, supranationalen und internationalen Gerichten und der sie leitenden Prinzipien sowie einer vergleichenden Strukturanalyse entwickelt der Autor daraus thesenhaft erste dogmatische Bausteine einer zukünftigen Weltgerichtsordnung. Diese Bausteine beschreiben Grundvoraussetzungen, die beachtet werden müssen, und Veränderungen, die vorgenommen werden können, damit die Funktionsfähigkeit der Judikative trotz zunehmender Internationalisierung und Verflechtung insgesamt gewahrt werden kann.
Michael A. Nückel (MN)
1. Juristisches Staatsexamen, Doktorand, Dozent und Lehrbeauftragter für europäische Integration.
Rubrizierung: 4.12.323 Empfohlene Zitierweise: Michael A. Nückel, Rezension zu: Carsten Lutz: Kompetenzkonflikte und Aufgabenverteilung zwischen nationalen und internationalen Gerichten. Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18477-kompetenzkonflikte-und-aufgabenverteilung-zwischen-nationalen-und-internationalen-gerichten_21409, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21409 Rezension drucken
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