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/ 18.06.2013
Wolf Wetzel

Krieg ist Frieden. Über Bagdad, Srebrenica, Genua, Kabul nach ...

Münster: Unrast 2002; 228 S.; brosch., 14,- €; ISBN 3-89771-419-1
Es ist nicht verwunderlich und schon gar nicht verwerflich, dass der Einsatz militärischer Mittel zur Konfliktlösung scharf kritisiert wird. Die Kritiker kommen auch längst nicht nur aus dem linken politischen Spektrum. Von dort kommt jedoch Wetzels als Ablehnung des Einsatzes von Soldaten verkleidete Fundamentalkritik am Kapitalismus, an den USA, an der bundesdeutschen Außenpolitik und den Grünen. Der Autor untersucht weniger - wie es zunächst scheint - die diversen Kriegseinsätze des Westens seit dem Zweiten Golfkrieg, sondern verkündet unablässig, dass die USA und ihre Alliierten stets von imperialistischen Motiven geleitet wurden. Polemik und die an Schülerzeitungen erinnernde Umformulierung von Politikerreden finden sich dabei überall. Wer linke Meinungsäußerungen lesen will, ist mit dem Buch bestens bedient. Sachliche Analyse sollte man jedoch nicht erwarten.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.22.644.32.622.632.25 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Wolf Wetzel: Krieg ist Frieden. Münster: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17871-krieg-ist-frieden_20619, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20619 Rezension drucken
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