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/ 18.06.2013
Michael Heinrich

Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung

Stuttgart: Schmetterling Verlag 2004 (Theorie.org); 232 S.; brosch., 10,- €; ISBN 3-89657-582-1
Das Redaktionsmitglied der Zeitschrift PROKLA legt eine einführende Interpretation des Marx'schen Hauptwerkes „Das Kapital" vor. Heinrich beschränkt sich dabei nicht auf den ersten Band, der ca. die Hälfte seiner Einführung einnimmt. Er betont immer wieder den Zusammenhang aller drei Bände, sodass er Band zwei auf 15 und Band drei auf 40 Seiten diskutiert. Der Autor versteht sich als Vertreter der „neuen Marx-Lektüre" (26), die Marx wieder als Ökonom liest. Folglich macht sich Heinrich für eine logische, anstatt der zumeist verbreiteten historischen Lesart des „Kapitals" stark und deutet den Text als Analyse des fertigen Kapitalismus, nicht seiner Entstehungsgeschichte. Erfreulicherweise stehen durchweg das Werk und die Theorie von Marx im Mittelpunkt. Der Autor verstrickt sich weder in ermüdende metatheoretische Debatten noch präsentiert er programmatische Überlegungen für eine bessere Gesellschaft. Er hat vielmehr eine erhellende und leicht lesbare Einführung in das Denken von Marx verfasst, die mit Kapitel 11 noch dazu den Versuch enthält, auf 20 Seiten eine Skizze des Marx'schen Staatsdenkens zu formulieren.
Stefan Militzer (SM)
Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
Rubrizierung: 5.335.455.435.42 Empfohlene Zitierweise: Stefan Militzer, Rezension zu: Michael Heinrich: Kritik der politischen Ökonomie. Stuttgart: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18684-kritik-der-politischen-oekonomie_21671, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21671 Rezension drucken
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