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/ 20.06.2013
Sabine Sturhan

Kunstförderung zwischen Verfassung und Finanzkrise. Probleme staatlicher Kunstfinanzierung am Beispiel Berlins

Berlin: Weißensee Verlag 2003 (Berliner Beiträge zur Rechtswissenschaft 10); 296 S.; 34,- €; ISBN 3-934479-95-2
Rechtswiss. Diss. Berlin; Gutachter: G. F. Schuppert, U. Battis. - Im ersten Teil gibt Sturhan einen Überblick über den rechtlichen Status von Kunst und Kunstförderung seit dem 17. Jahrhundert sowie über die aktuelle Finanzierung der Berliner Theater. Sie zeigt, dass es keinen rechtlichen Anspruch auf Kunstförderung durch den Staat gibt und diskutiert anschließend die derzeitigen Möglichkeiten und Strukturen einer privaten Finanzierung der Berliner Theater. Danach stellt sie die verschiedenen Konzepte und Debatten zur Reform der Theaterfinanzierung in Berlin dar und beschreibt, wie die politischen Akteure in die Diskussion eingegriffen haben. Abschließend prüft Sturhan, inwieweit Berlin aufgrund seiner Sonderstellung als Hauptstadt und Kulturmetropole Deutschlands berechtigt ist, die derzeit gewährte Kunstförderung durch den Bund zu beziehen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Fördermaßnahmen des Bundes weitgehend verfassungswidrig sind. Das Besondere an der Studie ist die praxis- und realitätsnahe Analyse der rechtlichen Fragen der Kunstförderung unter Einbeziehung der gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Bedingungen und Strukturen.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3432.325 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Sabine Sturhan: Kunstförderung zwischen Verfassung und Finanzkrise. Berlin: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22072-kunstfoerderung-zwischen-verfassung-und-finanzkrise_25161, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25161 Rezension drucken
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