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/ 21.06.2013
Claudia Hofmann

Learning in Modern International Society. On the Cognitive Problem Solving Abilities of Political Actors

Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2008; 162 S.; brosch., 29,90 €; ISBN 978-3-531-15635-4
Die Autorin liefert ein theoretisches Modell politischen Lernens in den Internationalen Beziehungen aus konstruktivistischer Perspektive. Darin wird angenommen, dass Gruppen Erfahrungen internalisieren (lernen) können, die sie weder individuell noch kollektiv erlebt haben müssen. Politisches Lernen wird verstanden als die Neudefinition bisher gültiger Normen und Werte. Anschließend wird dieses theoretische Modell anhand von drei Fallbeispielen getestet: dem Politikwechsel der Weltbank bei der Armutsbekämpfung, der Idee eines Internationalen Strafgerichtshofs und dem Konzept einer Weltgesellschaft, die auf die Verhinderung bewaffneter Konflikte abzielt. Deutlich wird, dass Fehlleistungen bestehender Systeme die Akteure zur aktiven Produktion neuen Wissens anregen können, das dann mit anderen Akteuren im internationalen System geteilt, von ihnen internalisiert und in neuen Situationen angewandt werden kann.
Carsten Michael Nickel (CMN)
B. A., Politikwissenschaftler, wiss. Hilfskraft, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum.
Rubrizierung: 4.14.434.414.3 Empfohlene Zitierweise: Carsten Michael Nickel, Rezension zu: Claudia Hofmann: Learning in Modern International Society. Wiesbaden: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28446-learning-in-modern-international-society_33511, veröffentlicht am 09.04.2008. Buch-Nr.: 33511 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA