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/ 11.06.2013
Peter Döge

Männlichkeit und Politik. Krise der fordistischen Naturverhältnisse und staatliche Forschungs- und Technologiepolitik in der Bundesrepublik Deutschland

Bielefeld: Kleine Verlag 1999 (Wissenschaftliche Reihe 114); 195 S.; 39,- DM; ISBN 3-89370-305-5
Diss. FU Berlin; Gutachter: P. Grottian, U. Mehlem. - Die staatliche Forschungs- und Technologieförderung beeinflusst massiv die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien. Als Folge der Kritik der fordistischen Naturverhältnisse hat seit der Mitte der 70er Jahre insbesondere die Umweltforschung einen neuen Stellenwert erfahren. Die wissenschaftlichen Arbeiten zur Wissenschafts- und Forschungspolitik in diesem Bereich zeichnen sich jedoch nach Auffassung des Autors durch "umfassende Geschlechtsblindheit" (18) aus; deshalb zielt diese Arbeit "auf die Offenlegung des verborgenen Geschlechts der bundesdeutschen Forschungspolitik" (23). Diese ist androzentrisch, wenn sie folgende vier Kriterien erfüllt: Vergrößerung der patrichalen Dividende, verengter Technikbegriff auf konzeptioneller Ebene, Konstitution eines hierarchischen Gender-Regimes, Hierarchisierung von Männlichkeiten (39-40). Anhand einer empirischen Analyse der staatlichen Forschungs- und Technologieförderung in Deutschland 1975 bis 1990 belegt er, dass diese Kriterien erfüllt sind und die bundesdeutsche Forschungs- und Technologiepolitik folglich androzentrisch geprägt ist. Eine Analyse der Forschungs- und Technologiepolitik in den 90er Jahren sowie ein Ausblick auf ein Forschungsprogramm beschließen das Buch.
Silke Becker (Be)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.3432.36 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Peter Döge: Männlichkeit und Politik. Bielefeld: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/11400-maennlichkeit-und-politik_13517, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 13517 Rezension drucken
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