/ 20.06.2013
Gregor Fitzi
Max Webers politisches Denken
Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2004 (Uni-Taschenbücher 2570); 304 S.; 14,90 €; ISBN 3-8252-2570-4Geleitet von der „Interpretationshypothese [...], nach der Webers Beitrag zur politischen Wissenschaft in dessen politisch-soziologischer Theoriebildung zu suchen ist“ (9), widmet sich der Heidelberger Soziologe Fitzi vorrangig Webers Werk „Wirtschaft und Gesellschaft“. Der Autor beginnt mit der methodologischen Erläuterung von Webers Wertfreiheitspostulat und skizziert kurz dessen Wirkungsgeschichte. Anschließend argumentiert er für die Kohärenz und Strukturiertheit der Weber'schen Begriffe und Kategorien. Dabei unterscheidet er zwar zwischen den Terminologien früherer und späterer Texte aus „Wirtschaft und Gesellschaft“ (und antizipiert damit die neue Textanordnung der historisch und nicht mehr systematisch aufgebauten kritischen Ausgabe). Gemäß seiner These beharrt er jedoch immer wieder auf ihren Gemeinsamkeiten. Zum Ende des Bandes werden zudem knapp die staatstheoretischen Schriften „Parlament und Regierung“ sowie „Politik als Beruf“ besprochen. Fitzis klarer Duktus vermittelt immer nur die nötigsten Informationen. So bleibt seine Darstellung schlank und luzide. Sein Buch eignet sich deswegen aber auch nur für einen ersten Einstieg in das Thema. Zum Weiterlesen wird auf wenige, aber zentrale Titel der umfangreichen Sekundärliteratur verwiesen.
Stefan Militzer (SM)
Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
Rubrizierung: 5.46 | 5.42
Empfohlene Zitierweise: Stefan Militzer, Rezension zu: Gregor Fitzi: Max Webers politisches Denken Konstanz: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22118-max-webers-politisches-denken_25218, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 25218
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Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
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