/ 21.06.2013
Kai Friedrich Zentara
Medienordnung und Öffentlicher Diskurs. Die Pflicht des Staates zur Gewährleistung der Funktionstüchtigkeit des Öffentlichen Diskurses
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2009 (Studien zum deutschen und europäischen Medienrecht 35); LXII, 335 S.; brosch., 56,50 €; ISBN 978-3-631-57962-6Rechtswiss. Diss. Düsseldorf; Gutachter: R. A. Lorz, L. Michael. – Auch wenn der Titel vermuten lässt, dass es sich um eine Arbeit mit starken politikwissenschaftlichen Bezügen handelt, ist sie tatsächlich aufgrund ihres Inhalts und der Terminologie juristisch ausgerichtet. Zentara analysiert die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Rundfunkwesen und erläutert die grundlegende staatstheoretische Bedeutung des öffentlichen Diskurses für die Demokratie. Beschrieben werden dessen Funktionen und die unter den Bedingungen des heutigen Medienwirtschaftsprozesses drohenden Gefahren, wie etwa die vorherrschende Meinungsmacht infolge der Konzentration in der Medienwirtschaft. Darauf aufbauend stellt der Autor zunächst eine allgemeine verfassungsrechtliche Pflicht des Staates fest, die Funktionstüchtigkeit des öffentlichen Diskurses zu sichern. Im Folgenden beschreibt er die in Deutschland derzeit bestehende allgemeine Ordnung der Medienmärkte zur Sicherung der Vielfalt, das gesetzgeberische Instrumentarium zur Offenhaltung öffentlicher und privater Informationsquellen, „zur Sicherung der Wahrhaftigkeit, Sachlichkeit und Vollständigkeit“ (335) sowie zur Offenhaltung der Distributionswege.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.333 | 2.32 | 2.343
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Kai Friedrich Zentara: Medienordnung und Öffentlicher Diskurs. Frankfurt a. M. u. a.: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/30997-medienordnung-und-oeffentlicher-diskurs_36836, veröffentlicht am 15.09.2009.
Buch-Nr.: 36836
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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