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/ 18.06.2013
Lena Einhorn

Menschenhandel unterm Hakenkreuz. Aus dem Schwedischen von Wolfgang Butt

Stuttgart: Klett-Cotta 2002; 560 S.; 30,- €; ISBN 3-608-94010-3
Im Mittelpunkt steht das Schicksal des jüdischen Exil-Letten Gilel Storch, der mitten im Zweiten Weltkrieg von Schweden aus den Versuch unternahm, mit deutschen Behörden über eine Rettung von Juden zu verhandeln. Das Mitglied des World Jewish Congress war bereits im Vorfeld dieser "Verhandlungen" darum bemüht, seine Kenntnisse über die Vernichtung der Juden in Europa zu verbreiten. Storch arbeitete mit einer Reihe von Personen zusammen: deutschen Spionen, Mitgliedern des schwedischen Außenministeriums und Menschen wie Raoul Wallenberg und Folke Bernadotte, aber auch Felix Kersten, Masseur von Heinrich Himmler. Die Autorin, die bereits mit einem für das Fernsehen geschriebenen Dokudrama zu diesem Thema hervorgetreten ist, beschreibt ein feinmaschiges Netz, das Menschen mit durchaus unterschiedlichen Motiven zusammenführte, um einige Juden aus den NS-Vernichtungslagern freizukaufen.
Stefan Gänzle (GÄ)
Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 2.312 Empfohlene Zitierweise: Stefan Gänzle, Rezension zu: Lena Einhorn: Menschenhandel unterm Hakenkreuz. Stuttgart: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17229-menschenhandel-unterm-hakenkreuz_19823, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 19823 Rezension drucken
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