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/ 20.06.2013
Dieter Klein

Milliardäre - Kassenleere. Rätselhafter Verbleib des anschwellenden Reichtums

Berlin: Karl Dietz Verlag 2006 (Rosa-Luxemburg-Stiftung: Texte 28); 246 S.; brosch., 14,90 €; ISBN 978-3-320-02081-1
Der Wirtschaftswissenschaftler Klein hält die Behauptung, dass die Mittel für den Erhalt des Sozialstaats auf dem jetzigen Niveau nicht ausreichen, für einen Mythos. Es sei genügend Kapital vorhanden, das sich aber auf nur wenige konzentriere und die Bedürftigen nicht erreiche. Es bestehe ein enger Zusammenhang zwischen dem Reichtumszuwachs einerseits und der Zunahme von Armut andererseits. Diese Entwicklung habe negative Folgen und bedeute für viele eine Wohlfahrtsminderung. Der verfügbare Reichtum ermögliche jedoch soziale und ökologische Reformen „statt antisozialer Pseudoreformen“ (8). Anknüpfend an Marx’ These, dass der Mensch der „wirkliche Reichtum“ sei, fordert er die „sozial gleiche Teilhabe für jede und jeden an den Grundbedingungen eines selbstbestimmten Lebens in sozialer Sicherheit und Würde“ (216 f.). Es sei an der Zeit, ein „alternatives Leitbild“ zu entwickeln: „Der gegenwärtigen Gesellschaft, in deren Zentrum Kapitalreichtum und seine Mehrung in Gestalt des Profits stehen, muss eine Gesamtalternative entgegengesetzt werden, deren einzelne Komponenten durch eine integrierende soziale Idee gebündelt werden.“ (216)
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.22.2625.424.432.32.342 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Dieter Klein: Milliardäre - Kassenleere. Berlin: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25727-milliardaere---kassenleere_29859, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 29859 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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