Skip to main content
/ 21.06.2013
Hauke Janssen

Milton Friedmann und die "monetaristische Revolution" in Deutschland

Marburg: Metropolis-Verlag 2006 (Beiträge zur Geschichte der deutschsprachigen Ökonomie 29); 155 S.; 14,80 €; ISBN 978-3-89518-561-8
Friedmanns monetaristische Geldtheorie entwickelte sich Anfang der 60er-Jahre innerhalb der amerikanischen Wirtschaftswissenschaft zu einem anerkannten Paradigma, während in Deutschland zu dieser Zeit die keynesianische Makroökonomie bestimmend war. Hier wurden Friedmanns Arbeiten – unter dem Einfluss des Schweizer Ökonomen Karl Brunner – erst Anfang der 70er-Jahre wahrgenommen und lösten eine „monetaristische Revolution“ (55 f.) aus. Im deutschen Sachverständigenrat gerieten die Keynesianer in die Minderheit und die deutsche Bundesbank führte 1974 die von Friedmann empfohlene Geldmengensteuerung ein. Janssen zeichnet die Rezeptionsgeschichte des Monetarismus in Deutschland nach und geht auf Friedmanns theoretische Arbeiten sowie auf die theoriegeschichtlichen Bedingungen der Aufnahme seines Werkes in Deutschland ein. Darüber hinaus bietet er einen Überblick über Friedmanns Leben und über sein Verhältnis zu Deutschland. Das Buch ist in erster Linie an ein wirtschaftstheoretisch und -historisch interessiertes Lesepublikum gerichtet.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.465.452.313 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Hauke Janssen: Milton Friedmann und die "monetaristische Revolution" in Deutschland Marburg: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/27096-milton-friedmann-und-die-monetaristische-revolution-in-deutschland_31640, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 31640 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
CC-BY-NC-SA