/ 18.06.2013
Amélie Schenk
Mongolei
München: C. H. Beck 2003 (Beck'sche Reihe: Länder 891); 224 S.; 14,90 €; ISBN 3-406-49283-5Die Ethnologin Schenk, die seit einigen Jahren in dem zentralasiatischen Land arbeitet und forscht, hat den bereits 1994 zusammen mit einem zweiten Autor in der Beck'schen Reihe verfassten Band mit neuen Texten aktualisiert. Sie beschreibt den einzigartigen Natur- und Lebensraum, die faszinierende Kultur der Steppennomaden sowie die Mythen und Legenden von Dschingis Khan und Kublai Khan. Die Autorin spannt den Bogen von den Glaubensvorstellungen der Schamanen über den tibetischen Buddhismus bis hin zur neuzeitlichen Suche nach nationaler Identität zwischen Russland, China und dem Westen. Und wie steht es mit den deutsch-mongolischen Beziehungen? Beide Nationalitäten kommen durchaus gut miteinander aus. Sie haben einiges gemeinsam, wie der Schriftsteller Tschinag in seinem Vorwort schreibt. „Beide fühlen sich selten minderwertig, zeigen sich schnell entschlossen und neigen zu Ehrlichkeit und Geradheit, und so sind sie im Umgang mit anderen zwangsläufig nicht unbedingt die Sanftesten. Mit anderen Worten, sie geraten sich schnell in die Haare, meistens aber mit dem Ergebnis: sie treten einander näher." (8)
Inhaltsübersicht: Galsan Tschinag: Vorwort oder Ein Schriftsteller zwischen Deutschland und der Mongolei (7-10); Land und Leute; Geschichte und Politik; Religion; Tradition und Kultur; Wirtschaft und Gesellschaft im Wandel.
Wilhelm Johann Siemers (SIE)
Dipl.-Politologe, Journalist, Redakteur der Sprachlernzeitschrift vitamin de, Florenz.
Rubrizierung: 2.68 | 2.1
Empfohlene Zitierweise: Wilhelm Johann Siemers, Rezension zu: Amélie Schenk: Mongolei München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18646-mongolei_21626, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 21626
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Dipl.-Politologe, Journalist, Redakteur der Sprachlernzeitschrift vitamin de, Florenz.
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