Skip to main content
/ 11.06.2013
Joachim Genosko

Netzwerke in der Regionalpolitik

Marburg: Schüren 1999 (Strukturpolitik); 152 S.; pb., 24,80 DM; ISBN 3-89472-198-7
Regionale Netzwerke gelten vielfach als geeignete Instrumente, mit denen Regionen bzw. regionale Akteure den weltwirtschaftlichen Herausforderungen begegnen und ihre Handlungsspielräume behaupten oder gar verbessern können. Die Arbeit liefert eine kritische Würdigung regionaler Netzwerke aus vornehmlich ökonomischer Perspektive. Der Autor gelangt zu einer eher "ernüchternde[n]" Schlußfolgerung, wonach Netzwerke nicht per se als erfolgversprechendes regionalpolitisches Instrument anzusehen sind, sondern der Gefahr unterliegen, lediglich "Ausdruck regionalpolitischen Aktionismus" zu sein. "Stimmt ihre Konstruktion nicht - das gilt in Sonderheit für Politiknetzwerke -, dann versanden sie rasch im unverbindlichen 'cheap talk'." (127) Inhaltsübersicht: 2. Empirische Studien zu regionalen "Netzwerken" oder die Entdeckung des "Dritten Italiens"; 3. Einige Anmerkungen zum Begriff "Netzwerk"; 4. Entstehungsvoraussetzungen für und Entstehungsbedingungen von Netzwerken; 5. Der Zerfall von Netzwerken; 6. Zur Stabilität von (regionalen) Netzwerken; 7. Einige Überlegungen zur Theorie der Steuerung von Netzwerken; 8. Regionale Netzwerke als Teil des regionalpolitischen Instrumentariums.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.2634.5 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Joachim Genosko: Netzwerke in der Regionalpolitik Marburg: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10106-netzwerke-in-der-regionalpolitik_11951, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11951 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA