/ 21.06.2013
Henriette Schuppener
"Nichts war umsonst" – Harald Poelchau und der deutsche Widerstand
Berlin: Lit 2006 (Schriftenreihe der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 7); IV, 208 S.; brosch., 19,90 €; ISBN 978-3-8258-9315-6Schuppener untersucht in dieser Biografie, ob und inwiefern der Berliner Gefängnispfarrer Poelchau Widerstand gegen das NS-Regime leistete, welche Kontakte er zu Widerstandskreisen pflegte und in welcher Weise sich politische und religiöse Motive in seinem Denken und Handeln verbanden. Der Theologe habe zahlreichen im Dritten Reich zum Tode Verurteilten – unter ihnen viele Widerstandskämpfer – bis zu ihrer Hinrichtung aufopferungsvoll beigestanden, berichtet die Autorin. Außerdem habe er „persönlich tätigen Widerstand geleistet und vielen Juden und anderen Verfolgten des nationalsozialistischen Regimes durch seine Hilfe das Leben“ (159) gerettet. Viele seiner Aktivitäten und vor allem seine Zugehörigkeit zum Kreisauer Kreis seien erst nach seinem Tod 1972 publik geworden. Insgesamt zähle er zu den „faszinierendsten Gestalten des zivilen Widerstands“ (3), schreibt Schuppener.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.312 | 2.3
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Henriette Schuppener: "Nichts war umsonst" – Harald Poelchau und der deutsche Widerstand Berlin: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26320-nichts-war-umsonst--harald-poelchau-und-der-deutsche-widerstand_30659, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30659
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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