/ 20.06.2013
Alf Lüdtke / Bernd Weisbrod (Hrsg.)
No Man's Land of Violence. Extreme Wars in the 20th Century
Göttingen: Wallstein Verlag 2006 (Göttinger Gespräche zur Geschichtswissenschaft 24); 282 S.; brosch., 18,- €; ISBN 978-3-89244-825-9In neun Beiträgen analysieren die Autorinnen und Autoren die Gewaltpraxis in den Kriegen des 20. Jahrhunderts und fragen nach den Faktoren, die zu Gewaltexzessen führten. Sie thematisieren die Gewaltaktionen in den beiden Weltkriegen und beschreiben die Gewalttaten, welche deutsche Truppen 1914 in Frankreich und Belgien gegen die Zivilbevölkerung verübten. Die Balkankriege der Jahre 1912/13 werden mit den Kriegen im zerfallenen Jugoslawien der 90er-Jahre verglichen. Auch werden die Gewaltprobleme in Nordirland, Südafrika und auf dem indischen Subkontinent analysiert. Exzessive Kriegsgewalt erweise sich in vergleichender Sicht nicht mehr als Mittel oder Ziel von Politik, sondern als deren Ende, so die Schlussfolgerung, die sich aus den Beiträgen ziehen lässt. Das „Niemandsland“ entgrenzter Gewalt entfalte eine Anziehungskraft eigener Art.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.41 | 4.42 | 2.31 | 2.61 | 2.67
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Alf Lüdtke / Bernd Weisbrod (Hrsg.): No Man's Land of Violence. Göttingen: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22480-no-mans-land-of-violence_25653, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 25653
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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