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/ 20.06.2013
Josef Wieland

Normativität und Governance. Gesellschaftstheoretische und philosophische Reflexionen der Governanceethik

Marburg: Metropolis-Verlag 2005 (Studien zur Governanceethik 3); 176 S.; 22,80 €; ISBN 978-3-89518-521-2
Durch die jüngere Governance-Diskussion hat auch das Thema Wirtschaft und Moral eine Renaissance erlebt, was sich in Konzepten wie Corporate Citizenship oder Corporate Social Responsibility ausdrückt. Im Sinne eines politisch-ökonomischen Netzwerks wird Unternehmen eine „politische Bürgerrolle“ (12) und eine „wesentliche gesellschaftliche Steuerungsaufgabe“ (15) zugeschrieben. Der Ökonom Wieland entfaltet in seiner philosophischen Abhandlung verschiedene – systemtheoretisch begründete – Thesen zur Wirtschafts- und Unternehmensethik. Ein besonderes Anliegen besteht darin aufzuzeigen, dass der normative Gehalt einer Governance-Ethik im Governance-Begriff selbst enthalten ist. Auf diesen Überlegungen aufbauend entwickelt Wieland anschließend Eckpunkte einer Theorie der moralischen Anreize. Die Arbeit weist zwar vereinzelt politikwissenschaftliche Bezüge auf, im Mittelpunkt stehen aber Fragen zum moralischen Engagement von Unternehmen als kollektive Akteure.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.425.442.21 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Josef Wieland: Normativität und Governance. Marburg: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24765-normativitaet-und-governance_28620, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28620 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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