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/ 20.06.2013
Christoph Marx (Hrsg.)

Periplus 2005. Jahrbuch für außereuropäische Geschichte. 14. Jahrgang. Redaktion: Christine Hatzky. Herausgeber des Thementeils "Diaspora": Waltraud Kokot und Hauke Dorsch

Münster: Lit 2004; VII, 360 S.; brosch., 17,90 €; ISBN 3-8258-7820-1
Eine eindeutige Definition des Begriffs „Diaspora“ gebe es nicht, schreibt die Professorin für Ethnologie Kokot in ihrer Einleitung zu diesem Jahrbuch, heute finde sich der Begriff vorwiegend „in der Selbstdefinition sozialer Gruppen“ (4). Als gemeinsamen Ausgangspunkt für die sechs Fallstudien wählt sie eine Definition einer Autorin des Bandes (Mijal Gandelsman‑Trier). Sie versteht „Diasporen als ‚räumlich nicht gebundene Formationen [...], die transnational agieren und Netzwerkbeziehungen über nationalstaatliche Grenzen hinweg aufrecht erhalten’“ (10). In den Beiträgen, die aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft und der Ethnologie stammen, geht es um die jüdische Diaspora‑Gemeinde in Uruguay, die chinesische Diaspora auf den spanischen Philippinen, um Inder in Südafrika, asiatische Einwanderer in den Amerikas, US‑Amerikaner irischer Herkunft sowie die afrikanische Diaspora. Diese Studien sollen die Vielfalt von Formen und Kategorien von Diaspora sowie die regionale Heterogenität dieses Gegenstandsfeldes widerspiegeln – für Politikwissenschaftler ist diese „Periplus“‑Ausgabe weniger geeignet.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 1.34.422.232.3112.652.662.672.68 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Christoph Marx (Hrsg.): Periplus 2005. Münster: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25007-periplus-2005_28924, veröffentlicht am 25.06.2007. Buch-Nr.: 28924 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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