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/ 18.06.2013
Sabine Doyé / Marion Heinz / Friederike Kuster (Hrsg.)

Philosophische Geschlechtertheorien. Ausgewählte Texte von der Antike bis zur Gegenwart

Stuttgart: Philipp Reclam jun. 2002 (Universal-Bibliothek 18190); 496 S.; 11,10 €; ISBN 3-15-018190-9
Aristoteles lieferte mit der von ihm beschriebenen patriarchalen Herrschaft die Vorlage für die Philosophen der nachfolgenden Jahrhunderte. Wieder und wieder wurde die männliche Herrschaft im Haus als Voraussetzung des Bürgerstatus be- und festgeschrieben. Die Autorinnen zeichnen anhand ausgewählter Beispiele den langen Weg der Diskriminierung der Frauen in der Philosophie nach. Der Bogen spannt sich bis zu den Schriften von Judith Butler, die den Zusammenhang von Geschlecht und personaler Identität endgültig auflöste und die Perspektive "auf das Faktum der Geschlechtlichkeit als einer gesellschaftsstrukturierenden Kategorie" (65) richtete. Den Auszügen aus den philosophischen Schriften stellen die Autorinnen Erläuterungen voran, in denen sie auch auf die "offenkundige theoretische Verlegenheit" (133) der Philosophen hinweisen, die für ihre Einäugigkeit mitunter schon zu Lebzeiten kritisiert worden waren.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.275.1 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Sabine Doyé / Marion Heinz / Friederike Kuster (Hrsg.): Philosophische Geschlechtertheorien. Stuttgart: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17547-philosophische-geschlechtertheorien_20204, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 20204 Rezension drucken
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