/ 20.06.2013
Harald Seubert
Polis und Nomos. Untersuchungen zu Platons Rechtslehre
Berlin: Duncker & Humblot 2005 (Philosophische Schriften 57); 733 S.; 112,- €; ISBN 3-428-11307-1Habilitationsschrift Halle-Wittenberg. – Der Autor untersucht die Genese und den systematischen Umriss des Gesetzesbegriffs im Werk von Platon. Er zeigt darin insbesondere die Wechselbeziehungen zwischen Gesetz und Polis einerseits sowie zwischen Gesetz und Philosophie andererseits auf. Dazu konfrontiert er zunächst die frühen Sokrates-Dialoge mit den tradierten frühgriechischen Rechtsbegriffen. Daraufhin untersucht er das Verhältnis von Gesetz und philosophischer Einsicht im „„Kriton“„ und in der „„Apologie“„. An der „„Politeia““ und dem „„Politikos““ beschäftigt Seubert die Frage, inwieweit die Grundlegung der Gerechtigkeit in der Idee des Guten selbst Rechtscharakter hat. Auf dieser Basis unternimmt er eine philosophische Interpretation der „„Nomoi““, in der die Bestimmung von Gesetzgebung als „„wahrer Politik“„ und ihre Beziehung zu Kosmologie und Gottesbegriff im Mittelpunkt stehen.
Markus Lang (ML)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.31
Empfohlene Zitierweise: Markus Lang, Rezension zu: Harald Seubert: Polis und Nomos. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/23824-polis-und-nomos_27380, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 27380
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Dr., Politikwissenschaftler.
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