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/ 04.06.2013
Diethard Behrens (Hrsg.)

Politik und soziale Praxis

Freiburg i. Br.: Ça ira 1997; 232 S.; 35,- DM; ISBN 3-924627-44-4
Den Ausgangspunkt für die Überlegungen der Autoren bildet die Aussage, daß Demokratie und soziales Bewußtsein gar nicht so gegensätzlich sind, wie es nach dem Ende des real existierenden Sozialismus den Anschein haben mag. Um dieses Verhältnis jedoch zu bestimmen, erweist sich eine Zuwendung zur Genesis des Demokratiebegriffs und des Verhältnisses von Demokratie und Politik als notwendig. Erst auf diesem Weg ergibt sich die Möglichkeit, die Grenzen des Demokratiebegriffes zu bestimmen und die Folgen für die kritische Gesellschaftstheorie zu erötern. Der erste Beitrag von Behrens geht auf die Genese des Demokratiebegriffs ein und zeigt Grenzen unterschiedlicher Demokratiedebatten. Im zweiten Artikel kommt die Hegelsche Verfassungsproblematik zur Sprache, und die Marxsche Kritik wird als demokratiebegründend hervorgehoben. Kerber und Schmieder unterziehen Habermas einer Kritik und zeigen, wie dieser politische Theorie und Ökonomiekritik von Marx gegeneinander ausspielt. Im letzten Artikel beleuchtet Rolshausen die unterschiedliche Auffassung von Vernunft bei Marx und Hegel. Inhalt: Diethard Behrens: Elemente einer Demokratietheorie (9-56); Jürgen Behre: Demokratie: Politische Form oder Verfassungsprinzip? (57-76); Harald Kerber / Arnold Schmieder: Duldungsstarre des Denkens (77-112); Claus Rolshausen: Vernunft und Gesellschaft (113-148).
Stefan Göhlert (SG)
M. A., Politikwissenschaftler, Protokollchef und Bürgerbeauftragter in der Verwaltung der Stadt Jena.
Rubrizierung: 5.42 Empfohlene Zitierweise: Stefan Göhlert, Rezension zu: Diethard Behrens (Hrsg.): Politik und soziale Praxis Freiburg i. Br.: 1997, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/6054-politik-und-soziale-praxis_8232, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 8232 Rezension drucken
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