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/ 21.06.2013
Jürgen Miethke

Politiktheorie im Mittelalter. Von Thomas von Aquin bis Wilhelm von Ockham

Tübingen: Mohr Siebeck 2008 (Uni-Taschenbücher 3059 [ISBN: 978-3-8252-3059-3]); XIV, 351 S.; durchges. und korr. Studienausgabe; brosch., 24,90 €; ISBN 978-3-16-149517-5
Miethkes Buch erscheint in zweiter Auflage unter neuem Titel. Im Jahr 2000 wurde es unter „De potestate papae. Die päpstliche Amtskompetenz im Widerstreit der politischen Theorie von Thomas von Aquin bis Wilhelm von Ockham“ publiziert. Auch wenn der neue Titel griffiger erscheint und eine weitere Leserschaft anspricht, passt er schlechter zum Inhalt als der ursprüngliche. Denn Miethkes Werk ist thematisch enger gefasst als eine generelle Rekonstruktion der „Politiktheorie im Mittelalter“. Er behandelt ausschließlich die Entstehung und Wirkung politischer Theorie in der formativen Phase der Debatte um die Amtskompetenz des Papstes vom Ende des 13. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt der an den scholastischen Universitäten und Herrscherhöfen geführten Debatten steht die Frage, wie die politische Herrschaftsorganisation gedacht und wie das Verhalten von Herrschern und Untertanen eingerichtet werden müsse. Ausführlich behandelt werden die Lebensumstände der Autoren und ihre Einbettung in je spezifische Kontexte. Die Studie ist sehr gründlich und facettenreich gearbeitet, verschließt sich jedoch einem schnellen Zugriff.
Florian Weber (FW)
M. A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena.
Rubrizierung: 5.31 Empfohlene Zitierweise: Florian Weber, Rezension zu: Jürgen Miethke: Politiktheorie im Mittelalter. Tübingen: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/29112-politiktheorie-im-mittelalter_34394, veröffentlicht am 11.06.2008. Buch-Nr.: 34394 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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