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/ 19.06.2013
Dirk Lange

Politische Alltagsgeschichte. Ein interdisziplinäres Forschungskonzept im Spannungsfeld von Politik- und Geschichtswissenschaft

Leipzig: Leipziger Universitätsverlag 2003; 127 S.; brosch., 18,- €; ISBN 3-936522-96-0
Alltagsgeschichtliche Ansätze haben inzwischen in vielen sozialwissenschaftlichen Disziplinen an Bedeutung gewonnen; für die Politikwissenschaft fehle jedoch bislang, so der Autor, eine systematische Entfaltung des Verhältnisses von Politik und Alltag und damit die Konzeption einer politischen Alltagsgeschichte. Eine solche legt er mit diesem schmalen Band vor. Im ersten Teil erläutert er das derzeit verfügbare - in sich durchaus auch heterogene - alltagsgeschichtliche Forschungskonzept, zum Teil auch aus historischer Perspektive. Im zweiten Teil entwickelt er einen erweiterten Politikbegriff, mit dem traditionelle Dichotomien wie die von Öffentlich und Privat überwunden und das Politische als ein jederzeit aktivierbarer möglicher Aspekt von menschlichem Handeln überhaupt verstanden wird. Der dritte Teil beschäftigt sich mit der eigentlichen politischen Alltagsgeschichte: Lange entwickelt drei Typen und gelangt darüber zu einem Forschungskonzept von Alltagsgeschichte, das insbesondere die Frage nach der Herstellung von allgemein verbindlichen Regeln und Strukturen auf Mikroebene zum Gegenstand hat.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 5.21.2 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Dirk Lange: Politische Alltagsgeschichte. Leipzig: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21423-politische-alltagsgeschichte_25006, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25006 Rezension drucken
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