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/ 20.06.2013
Johannes Dingler

Postmoderne und Nachhaltigkeit. Eine diskurstheoretische Analyse der sozialen Konstruktionen von nachhaltiger Entwicklung

München: oekom verlag 2003; V, 525 S.; 38,90 €; ISBN 3-936581-26-6
Politikwiss. Diss. FU Berlin; Gutachter: E. Altvater. - Dingler beleuchtet mithilfe der postmodernen politischen Theorie die Debatten um Nachhaltigkeit. Im ersten Teil stellt er das Denken der Moderne und der Postmoderne vor und vertritt die These, dass die Herrschaft über die Natur bereits in den konzeptionellen Strukturen der Moderne enthalten und die ökologische Krise demnach Ausdruck der Dialektik der Moderne sei. Anschließend analysiert er kritisch das Konzept der nachhaltigen Entwicklung und dekonstruiert es, um so Gemeinsamkeiten beziehungsweise Unterschiede in den Positionen aufzuzeigen. Es folgt eine Untersuchung ökonomischer Ansätze der nachhaltigen Entwicklung. Dingler gelangt in seiner durch die Konrad-Adenauer-Stiftung geförderten Arbeit zu folgendem Ergebnis: Der Diskurs um nachhaltige Entwicklung kann „keine ökologische Nachhaltigkeit garantieren und besitzt keine umfassende Lösungskompetenz bezüglich der ökologischen Krise“. Er bewirke vielmehr „eine Stabilisierung des sich selbst destabilisierenden Diskurses der Moderne und könnte somit langfristig genau jene Probleme verschärfen, zu deren Lösung er angetreten ist“ (484).
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.422.26 Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Johannes Dingler: Postmoderne und Nachhaltigkeit. München: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/21984-postmoderne-und-nachhaltigkeit_25056, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 25056 Rezension drucken
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