Skip to main content
/ 20.06.2013
August Pradetto / Carola Weckmüller

Präsidenten in postkommunistischen Ländern. Ein Handbuch

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2004 (Strategische Kultur Europas 3); 332 S.; brosch., 39,80 €; ISBN 3-631-51796-3
Die Autoren analysieren eine Frage der „Elitenforschung im Prozess des Systemwechsels und der Transformation“ (25): Warum ist es in den postkommunistischen Ländern nach dem Ende der sowjetischen Vorherrschaft zur Auswahl der jeweiligen Präsidenten gekommen? In der Beschreibung dieser Präsidenten verknüpfen die Autoren den biografisch-politischen Hintergrund der einzelnen Präsidenten mit den länderspezifischen Entwicklungen. Die Präsidenten werden nach Regionen, Kategorien (z. B. Reformer oder Fachleute) sowie nach Typen eingeteilt. Zu den Typen gehören u. a. der „demokratisch-marktwirtschaftlich orientierte Überlebenden-Typ in Ostmitteleuropa“ (155) oder der „nationalistische Überlebenden-Typ in Südosteuropa“ (201). Insgesamt stellt sich allerdings die Frage nach dem politikwissenschaftlichen Erkenntniswert dieser Studie, die den Eindruck einer blutleeren Fleißarbeit hinterlässt - gestützt lediglich auf die Auswertung deutsch- und englischsprachiger Literatur. Die Autoren verweisen selbst darauf, dass jedes Land seine eigene Entwicklung genommen hat. Die Einteilung der Präsidenten in Typen oder Kategorien erbringt demnach wenige allgemein gültige Aussagen, auf deren Basis sich weitere Entwicklungen absehen ließen.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.622.12.242.22 Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: August Pradetto / Carola Weckmüller: Präsidenten in postkommunistischen Ländern. Frankfurt a. M. u. a.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/22856-praesidenten-in-postkommunistischen-laendern_26102, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 26102 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA