/ 21.06.2013
Bernd Belina
Raum, Überwachung, Kontrolle. Vom staatlichen Zugriff auf städtische Bevölkerung
Münster: Westfälisches Dampfboot 2006; 321 S.; 29,90 €; ISBN 978-3-89691-635-8Geograf. Diss. Bremen; Gutachter: G. Bahrenberg, I. Helbrecht. – Belina richtet sich nicht an Politikwissenschaftler. Er beschäftigt sich mit der Kriminalpolitik in den USA in Bezug auf den Begriff „Raum“. Er fragt, „wie Raum und räumliche Maßstabsebenen in räumlichen und skalaren Praxen strategisch als Mittel zum Zweck staatlicher Kontrolle eingesetzt werden“ (11). Anhand von kriminalpolitischen Debatten und Maßnahmen aus der Bundesrepublik und den USA zeigt der Autor die Bedeutung des öffentlichen Raums in der aktuellen Kriminalpolitik. Ein Beispiel ist die Videoüberwachung städtischer Räume. Zunehmend würden „kriminelle Praxen sowohl ideologisch als auch materiell-praktisch als Mittel eines neuen governing through crime eingesetzt“ (229), so seine These. Betroffen seien davon besonders Randgruppen und Minderheiten. Die Arbeit ist im Rahmen des Graduiertenkollegs „globale Welt/lokale Welt“ in Potsdam entstanden.
Sabine Steppat (STE)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.21 | 2.64 | 2.325 | 2.263 | 2.343
Empfohlene Zitierweise: Sabine Steppat, Rezension zu: Bernd Belina: Raum, Überwachung, Kontrolle. Münster: 2006, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/26120-raum-ueberwachung-kontrolle_30391, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 30391
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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