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/ 21.06.2013
Hauke Brunkhorst / Rüdiger Voigt (Hrsg.)

Rechts-Staat. Staat, internationale Gemeinschaft und Völkerrecht bei Hans Kelsen

Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft 2008 (Staatsverständnisse 16); 400 S.; brosch., 49,- €; ISBN 978-3-8329-2977-0
Mit Hans Kelsen greifen Brunkhorst und Voigt einen Theoretiker auf, über den sich bis heute trefflich streiten lässt. Den unterschiedlichen und bisweilen gegenteiligen Interpretationen und Meinungen in einem einerseits rechtswissenschaftlich-einführend gehaltenen, aber andererseits hinreichend interdisziplinär gestalteten Sammelband Raum zu bieten, macht die Stärke dieses Buches aus. Neben einem klassischen Überblick über Kelsens Auffassung von Recht und Staat, Demokratie, seiner Auseinandersetzung mit den Weimarer Staatstheoretikern und seiner Konzeption des Völkerrechts geben die Autoren Anhaltspunkte für zeitgemäße Analysen von Staatlichkeit in einer „entgrenzten“ Welt und überschreiten dabei – wie schon Kelsen selbst – die traditionellen Disziplingrenzen. Damit liegt ein Buch vor, das nicht den „Jurist des Jahrhunderts“ preist, sondern auch die anderen (philosophischen, soziologischen, politologischen) Ansätze und Lesarten der reinen Rechtslehre beachtet.
Tamara Ehs (TE)
Dr. phil., Politikwissenschaftlerin am IWK Wien und Lehrbeauftragte an der Universität Salzburg (http://homepage.univie.ac.at/tamara.ehs/)
Rubrizierung: 5.465.41 Empfohlene Zitierweise: Tamara Ehs, Rezension zu: Hauke Brunkhorst / Rüdiger Voigt (Hrsg.): Rechts-Staat. Baden-Baden: 2008, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/28780-rechts-staat_33954, veröffentlicht am 09.04.2008. Buch-Nr.: 33954 Inhaltsverzeichnis Rezension drucken
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