/ 05.06.2013
Johannes W. Pichler
Rechtsakzeptanz und Handlungsorientierung
Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag 1998 (Schriften zur Rechtspolitik 10); 322 S.; geb., 98,- DM; ISBN 3-205-99006-4Dokumentiert wird ein interdisziplinäres Forschungsgespräch vom November 1997 am Österreichischen Institut für Rechtspolitik in Salzburg. Anknüpfend an eine frühere Analyse des Ist-Zustandes (Pichler / Giese: Rechtsakzeptanz. Eine empirische Untersuchung zur Rechtskultur aus dem Blickwinkel der Ideen, Werte und Gesinnungen, Wien 1993) geht es hier darum, aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und sicher auch politischen Perspektiven Möglichkeiten für den "Schritt von der Diagnose zur Therapie" (11) auszuloten.
Aus dem Inhalt: 1. Akzeptanz, Akzeptabilität und Akzeptanzförderung: Johannes W. Pichler: Rechtsakzeptanz und Handlungsorientierung (23-44); Paul M. Zulehner: Empirisches zum (Nicht)Akzeptanzbürger (45-46); Doris Lucke: Normenerosion als Akzeptanzproblem. Der Abschied vom "homo legalis"? (47-71); Ota Weinberger: Akzeptanz, Akzeptabilität und Diskurs. Eine demokratietheoretische Überlegung (73-90); Hans Hattenhauer: Rechtsakzeptanz - Gesetzesgehorsam - Homogenität (91-97); Ernst-Joachim Lampe: Erziehung zum Recht als Voraussetzung für Rechtsakzeptanz (99-107); Thomas Raiser: Rechtsgefühl, Rechtsbewußtsein, Rechtskenntnis, Rechtsakzeptanz (109-123); Rüdiger Voigt: Thesen zum Thema "Rechtspolitische Kommunikation" (125-132); Erhard Blankenburg: Situatives Rechtsbewußtsein (133-141); Johannes W. Pichler: Recht als Akzeptanzthema im Fernsehmedium. Die norwegische Fernsehserie "Dynasty Grandahl" (143-147). II. Akzeptanz spezifischer Rechtsbereiche: Gerald Kretschmer: Beobachtungen aus der Praxis zu Fallgruppen gefährdeter Rechtsakzeptanz bei Gesetzen (149-157); Hans Georg Ruppe: Akzeptanz im Steuerrecht als Problem der Steuervereinfachung (159-175); Alexander Klein: Akzeptanz als Element einer steuerlichen Rechtfertigungslehre (177-189); Helmut Schreiner: Verträge und Akzeptanz. Verhandlungslösungen im Salzburger Landesrecht (191-207); Johannes F. K. Schmidt: Rechtsindifferenz als eine spezifische Form fehlender Rechtsakzeptanz? Der Fall der nichtehelichen Lebensgemeinschaft (209-234). III. Akzeptanz von Höchstgerichtsentscheidungen: Helmut Schreiner: Das Selbstverständnis der Höchstgerichte als Akzeptanzproblem. Das Legalitätsprinzip und die Rechtstheorie (235-246); Ludwig Adamovich: Akzeptabilität und Akzeptanz von Gerichtsentscheidungen am Beispiel der Verfassungsgerichtsbarkeit (247-255); Jutta Limbach: Die Akzeptanz verfassungsgerichtlicher Entscheidungen. Die Rolle der Demoskopie (257-273). IV. Akzeptanz im Rechtsanwendungsbetrieb: Manfred Welan: Rechtsakzeptanz: Ein Erfahrungsbericht (275-281); Gerald Kretschmer: Diskussionsbeitrag zu Manfred Welan. Rechtsakzeptanz: Ein Erfahrungsbericht (283-285); Thomas Würtenberger: Akzeptanz als Leitlinie des Verwaltungsermessens (287-291); Bernd Schilcher: Pentalog zur Verbesserung der Rechtsakzeptanz (293-305). V. Akzeptanz des Europäischen Gemeinschaftsrechts: Thomas Würtenberger: Gemeinschaftsrecht als Akzeptanz-Neuland (307-312); Johannes W. Pichler: Die Rechtsakzeptanz des Europäischen Gemeinschaftsrechts. Eine Einstimmung und ein Projektvorschlag (313-322).
Andreas Beckmann (AB)
M. A., Doktorand, Institut für Sozialwissenschaften, Bereich Politikwissenschaft, Universität Kiel.
Rubrizierung: 2.263 | 2.323 | 2.343 | 2.4
Empfohlene Zitierweise: Andreas Beckmann, Rezension zu: Johannes W. Pichler: Rechtsakzeptanz und Handlungsorientierung Wien/Köln/Weimar: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/7262-rechtsakzeptanz-und-handlungsorientierung_9689, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 9689
Rezension drucken
M. A., Doktorand, Institut für Sozialwissenschaften, Bereich Politikwissenschaft, Universität Kiel.
CC-BY-NC-SA