/ 20.06.2013
Annika Wernecke
Rechtsphilosophische Probleme der weltweiten Durchsetzung von Menschenrechten. Eine Untersuchung zu I. Kant, J. Rawls und J. Habermas
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2005 (Rechtsphilosophische Schriften 13); 247 S.; brosch., 42,50 €; ISBN 3-631-54008-6Rechtswiss. Diss. Kiel, Gutachter: R. Alexy, A. Zimmermann. – Auf eine sehr schematische, dadurch aber auch ebenso klare wie trockene Weise widmet sich die Autorin den Menschenrechtsphilosophien ihrer drei Autoren. Einem Lehrbuch nicht unähnlich referiert sie die Rechtsbegriffe, die Begründungsstrategien, die Durchsetzungsgebote und die Friedensverständnisse von Kant, Rawls und Habermas. Schließlich untersucht sie, welche Antworten ihre Theorien auf die Fragen nach der Bedeutung nationalstaatlicher Souveränität sowie der Legitimität militärischer Interventionen geben. Wernecke hält sich stets an die Sprache des jeweiligen Denkers und arbeitet vorrangig an der Primärliteratur. In ihrer abschließenden Kritik korrigiert sie einige geläufige Fehlurteile. Leider hebt sie die scharfe explanatorische Trennung zwischen den drei Philosophen jedoch an keiner Stelle auf, sodass sie diese weder zueinander evaluativ ins Verhältnis setzt noch die Analysen zur Skizze einer besseren Rechtsphilosophie nutzt.
Stefan Militzer (SM)
Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
Rubrizierung: 5.44 | 5.42 | 5.46 | 5.33 | 4.42
Empfohlene Zitierweise: Stefan Militzer, Rezension zu: Annika Wernecke: Rechtsphilosophische Probleme der weltweiten Durchsetzung von Menschenrechten. Frankfurt a. M. u. a.: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/24828-rechtsphilosophische-probleme-der-weltweiten-durchsetzung-von-menschenrechten_28699, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 28699
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Dr., Publizist, Frankfurt a. M.
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