/ 21.06.2013
Cornelius Grebe
Reconciliation Policy in Germany 1998-2008. Construing the 'Problem' of the Incompatibility of Paid Employment and Care Work
Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2009 (VS Research); 244 S.; softc., 34,90 €; ISBN 978-3-531-16915-6Diss. Nottingham; Gutachter: G. Pascall, N. Manning. – Der Autor untersucht, auf welche Weise das Problem der Unvereinbarkeit von Erwerbsarbeit und „care work“ (23) in den Politikbereichen der Gleichstellung, der Erziehung, des Mutterschutzes und der Regelung von Arbeitszeit konstruiert wird. Außerdem fragt er, ob die Darstellung dieses Problems im Allgemeinen auch die tatsächliche Benachteiligung von Frauen widerspiegelt. Grebe betrachtet das Problem zunächst aus seinem historischen Kontext heraus. Er konzentriert sich dabei auf die Situation in Ost- und Westdeutschland seit den 60er-Jahren. Darauf aufbauend skizziert er die von 1982 bis 1998 unter Bundeskanzler Helmut Kohl getroffenen Maßnahmen und vergleicht sie mit der Familien- und Arbeitsmarktpolitik der rot-grünen Regierung, wobei Letztere im Zentrum der Untersuchung steht. Der Autor arbeitet die jeweiligen Konstruktionen einschließlich ihrer Auswirkung auf die betroffenen Frauen heraus und reflektiert sie anhand feministischer Konzepte. Abschließend findet er seine Grundannahme eines signifikanten Politikwechsels unter Rot-Grün im Vergleich zur Ära Kohl nicht bestätigt. Auch unter Schröder sei eine männlich dominierte und von der Politik nicht weiter hinterfragte Konstruktion der Arbeitswelt vorherrschend gewesen.
Marinke Gindullis (MG)
Politikwissenschaftlerin.
Rubrizierung: 2.342 | 2.343 | 2.36 | 5.42
Empfohlene Zitierweise: Marinke Gindullis, Rezension zu: Cornelius Grebe: Reconciliation Policy in Germany 1998-2008. Wiesbaden: 2009, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/31715-reconciliation-policy-in-germany-1998-2008_37791, veröffentlicht am 10.02.2010.
Buch-Nr.: 37791
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