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/ 11.06.2013
Crossover (Hrsg.)

Regionales Wirtschaften als linke Reformperspektive

Münster: Westfälisches Dampfboot 2000; 227 S.; 29,80 DM; ISBN 3-89691-465-0
Die Crossover-Initiative ist ein parteienübergreifender Zusammenschluss von Mitgliedern der SPD, von Bündnis 90/Die Grünen und der PDS, der - die Zeitschriften "SPW-Sozialistische Politik und Wirtschaft", "Andere Zeiten" und "UTOPIE kreativ" als Publikationsplattfom nutzend - um die Formulierung einer linken Reformperspektive bemüht ist. Bei diesem Sammelband handelt es sich - nach "Zur Politik zurück. Für einen ökologisch-solidarischen New Deal" (1997) – um den zweiten der Crossover-Initiative. Auf der Basis einer Reihe von Arbeitstagungen aus den Jahren 1997 bis 1999 greift der Band das Politikfeld Regionalwirtschaft in der Überzeugung auf, dass es darauf ankommt, "den Werttransfer von der vorwiegend auf regionale Kreisläufe orientierten Binnenökonomie in die exportorientierte Massengüterindustrie umzukehren" (12). Möglichkeiten der Stärkung regionalökonomischer Ansätze werden zunächst im Rahmen einer Bestandsaufnahme vorgestellt (14 ff.), daran schließen sich Überlegungen zu Perspektiven regionalwirtschaftlicher Steuerung am Beispiel "geplanter" Märkte an (75 ff.). Breiten Raum nimmt schließlich das Thema der öffentlich geförderten Beschäftigung ein (144 ff.) - teils auf die Erfahrungen in Ostdeutschland bezogen, teils mit Blick auf Modelle der lokalen Ökonomie, die nicht zuletzt mit Mitteln der Europäischen Strukturfonds gefördert werden. Inhalt: Bestandsaufnahme und Perspektiven der Regionalwirtschaft: Uwe Kremer / Benjamin Mikfeld: Regionalwirtschaft und strukturpolitische Doppelstrategie (14-43); Harald Werner: Mehr als ein Beschäftigungsprogramm (44-59); Jörg Nielandt: Wandel und Perspektiven des "Dritten Sektors" und die empirisch falsifizierte Autonomie einer Zivilgesellschaft (60-73). Regionale Märkte planvoll nutzen! - Neue Perspektiven regionalwirtschaftlicher Steuerung: Willi Brüggen: Von den Konzernen lernen ... - Geplante Märkte in der Regionalökonomie (75-109); Reiner Schiller-Dickhut: Kommunale Unternehmen als Baustein einer regionalpolitischen Strategie (110-134); Elmar Peine: Politische Märkte am Beispiel der Diskussion um den Berliner stadtwirtschaftlichen Sektor (135-142). Öffentlich geförderte Beschäftigung: Wolfram Adolphi: Anmerkungen zum Stand der Debatte um den Öffentlichen Beschäftigungssektor (ÖBS) in Ostdeutschland (144-152); Sabine Dirlich: ÖBS-Projekte im Magdeburger Modell (153-159); Barbara Borchardt: Gelingt der ÖBS-Einstieg in Mecklenburg-Vorpommern (161-165); Inge Baumgart: Chancen für Frauenarbeitsplätze im ÖBS - Ein Standpunkt aus Thüringen (166-171); Heidemarie Ehlert / Angelika Klein: Chancen und Grenzen einer öffentlich geförderten Beschäftigung in der Kommune - Erfahrungen aus der Stadt Halle (Saale) (172-181); Frieder Otto Wolf: Zur europäischen Diskussion um das "Dritte System" bzw. den "Dritten Sektor" (182-200); Sabine Weck: Lokale Ökonomie - Ansätze in Nordrhein-Westfalen (201-213); Ulrich Harmes-Liedtke: "New sources of employment" - Innovatives Konzept lokaler Beschäftigungspolitik in Spanien (214-225).
Thomas Mirbach (Mir)
Dr., wiss. Mitarbeiter, Lawaetz-Stiftung Hamburg, Lehrbeauftragter, Institut für Politische Wissenschaft, Universität Hamburg.
Rubrizierung: 2.3422.343 Empfohlene Zitierweise: Thomas Mirbach, Rezension zu: Crossover (Hrsg.): Regionales Wirtschaften als linke Reformperspektive Münster: 2000, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10590-regionales-wirtschaften-als-linke-reformperspektive_12515, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 12515 Rezension drucken
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