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/ 17.06.2013
Birgit Fix

Religion und Familienpolitik. Deutschland, Belgien, Österreich und die Niederlande im Vergleich

Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2001; 224 S.; brosch., 18,41 €; ISBN 3-531-13693-3
Sozialwiss. Diss. Mannheim; Gutachter: P. Flora, W. Müller. - Familien waren niemals autonom, ihre Handlungsspielräume wurden stets auch vom Staat bestimmt. Die im Rahmen eines DFG-Projektes entstandene Arbeit untersucht den Einfluss der Religion auf die Entstehung von Familienpolitik in vier Ländern. Exemplarisch unterzieht Fix die Bereiche Mutterschafts- und Erziehungsurlaubsregeln, Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Familienzulagen einer historisch-vergleichenden Analyse, da diese Regelungen den zeitlichen und finanziellen Rahmen für die Kinderbetreuung festsetzen. Dabei spielten neben weiteren institutionellen Rahmenbedingungen die Kirchen und konfessionell geprägten Organisationen, die ja bereits sehr früh karitativ tätig waren, tatsächlich eine wichtige Rolle, die aber in einer rein auf politische Akteure konzentrierten Betrachtung häufig übersehen werde, so ein Ergebnis der Studie. Inhaltsübersicht: 2. Familienpolitik als Gesellschaftsanalyse in Westeuropa; 3. Familienpolitik und gesellschaftliche Arbeitsteilung; 4. Kulturelle Ordnung und die Entwicklung des Familienbetreuungssystems; 5. Ökonomische Entwicklung und die Entwicklung von Familienzulagen; 6. Politische Ordnung und Mutterschutz.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.2632.232.612.3432.4 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Birgit Fix: Religion und Familienpolitik. Wiesbaden: 2001, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14582-religion-und-familienpolitik_18472, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 18472 Rezension drucken
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