/ 11.06.2013
Friedrich Bringazi
Robert Musil und die Mythen der Nation. Nationalismus als Ausdruck subjektiver Identitätsdefekte
Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 1998; 655 S.; brosch., 148,- DM; ISBN 3-631-33242-4Literaturwiss. Diss. Marburg; Gutachter: G. Vogt. - Das Anliegen der umfassenden Arbeit besteht darin, den Themenkomplex Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus im Werk von Musil zu umreißen und seine Bedeutung für den Schriftsteller darzustellen. Nach Ansicht von Bringazi ist diese, für das Verständnis der Schriften von Musil wichtige politische Dimension in der Literaturwissenschaft bislang nicht hinreichend gewürdigt worden.
Inhalt: 1. Robert Musil - Zur Frage der Nation; 2. Mythos Heimat - Das verlorene Paradies; 3. Mythos Kultur - Ein bedrohter Fetisch; 4. Mythos Sprache - Spiegelbild des Geistes; 5. Mythos Rasse - Klasse statt Masse?; 6. Mythos Masse - Quantität statt Qualität!; 7. Mythos Identität - Gleich und ungleich zugleich; 8. Musil und die Juden; 9. Zur Therapie - Öffnung der Grenzen!
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.46
Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Friedrich Bringazi: Robert Musil und die Mythen der Nation. Frankfurt a. M. u. a.: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/10346-robert-musil-und-die-mythen-der-nation_12237, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 12237
Rezension drucken
Dr., Politikwissenschaftler.
CC-BY-NC-SA