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/ 05.06.2013
Thomas Leinkauf

Schelling als Interpret der philosophischen Tradition. Zur Rezeption und Transformation von Platon, Plotin, Aristoteles und Kant

Münster: Lit 1998 (Münsteraner Philosophische Schriften 5); 212 S.; brosch., 39,80 DM; ISBN 3-8258-3598-7
"Wie von allen großen Autoren läßt sich auch von Schelling sagen, daß er nicht ohne die Tradition, die Tradition aber, schaut man zurück, auch nicht mehr ohne ihn zu denken ist." (4) In diesem Sinne zeichnet die Studie die interpretatorischen Auseinandersetzungen Schellings mit verschiedenen Schlüsseltexten von Platon, Plotin sowie Aristoteles und Kant nach. Dabei gelingt es ihr, den Kern der Schellingschen Freiheitsphilosophie gerade an denjenigen Stellen aufzuzeigen, an denen die Textarbeit von Schelling von seiner eigenen Philosophie geleitet bzw. in diese überführt wird. Besonders deutlich zeigt sich dies etwa an der Veränderung der aristotelischen Usia-Lehre, die es Schelling im Ergebnis ermöglicht, Usia (Substanz) und Subjekt ineinszusetzen. Inhaltsübersicht: 1. Aspekte antiken Denkens in Schellings "Initia philosophieae universiae". Zur Präsenz von Platons "Sophistes" und Plotins Enneade VI 9 in der Phase der Weltalter-Entwürfe; 2. Schelling und Aristoteles; 3. Individualität und Totalität – Zum systematischen Kontext von Schellings Bestimmung des "Charakters" in Auseinandersetzung mit Kants Begriff der "intelligiblen Tat".
Oliver Lembcke (OL)
Dr., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 5.35.315.33 Empfohlene Zitierweise: Oliver Lembcke, Rezension zu: Thomas Leinkauf: Schelling als Interpret der philosophischen Tradition. Münster: 1998, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8150-schelling-als-interpret-der-philosophischen-tradition_10764, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 10764 Rezension drucken
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