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/ 17.06.2013
Jürgen Kluge

Schluss mit der Bildungsmisere. Ein Sanierungskonzept

Frankfurt a. M./New York: Campus Verlag 2003; 241 S.; geb., 24,90 €; ISBN 3-593-37189-8
Der Unternehmensberater und Chef von McKinsey Deutschland diskutiert die Schwächen und Defizite des deutschen Bildungssystems und entwickelt Reformvorschläge. Dabei fordert er u. a. massive Verbesserungen in der Vorschulpädagogik, das bedeutet ein wesentlich höheres Qualifikationsniveau und eine bessere Bezahlung des Kindergartenpersonals, verbindliche Standards, Qualitätssicherung und mehr Wettbewerb. Ähnliches verlangt er auch für den Bereich der allgemeinbildenden Schulen; hier fordert er u. a. Verbesserungen bei der Lehrerausbildung und Fortbildung, modernere pädagogische und didaktische Konzepte, Ganztagsschulen und eine leistungsbezogene Vergütung der Lehrer. Angesichts der im internationalen Vergleich bereits sehr hohen Bildungsausgaben plädiert er für einen effektiveren Einsatz der vorhandenen Mittel. Dennoch macht Kluge deutlich, dass insbesondere aufgrund der Ausweitung der vorschulischen Angebote weitere Investitionen in den Bildungsbereich notwendig sind. Zugleich befürwortet er für den Hochschulbereich die Einführung von Studiengebühren.
Silke Becker (BE)
Dipl.-Soziologin; freie Journalistin.
Rubrizierung: 2.343 Empfohlene Zitierweise: Silke Becker, Rezension zu: Jürgen Kluge: Schluss mit der Bildungsmisere. Frankfurt a. M./New York: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/14623-schluss-mit-der-bildungsmisere_21712, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21712 Rezension drucken
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