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/ 18.06.2013
Andrea K. Riemer

Semiperiphery States during the Post-cold war Era. Theory meets Practice

Frankfurt a. M. u. a.: Peter Lang 2002 (Aris - Sicherheitspolitische Studien 5); 171 S.; pb., 35,30 €; ISBN 3-631-38639-7
Die Autorin verfolgt eine lobenswerte Absicht: Das Buch soll eine Brücke schlagen zwischen einem theoretischen Ansatz und den Erfordernissen der Praxis (15) bei der Analyse von „semiperiphery states". Im ersten Teil entwickelt Riemer einen multidisziplinären Rahmen zur Analyse von semiperipheren Staaten, der auf dem Konzept eines internationalen Gesellschaftssystems beziehungsweise Komplexen internationaler Gesellschaftssysteme beruht. Deren Eigenschaften werden diskutiert, um so die gesellschaftliche Komplexität besser abbilden zu können. Gerade diese Rekonstruktion von Komplexität gelingt der Autorin dabei hervorragend. Im zweiten Teil diskutiert sie die Begriffe Wandel, Stabilität und Gleichgewicht im Zusammenhang mit semiperipheren Staaten. Die dabei erlangten Erkenntnisse kann sie jedoch noch nicht für die praktische Entscheidungsfindung nutzen, weil sie noch weitere Forschungen für nötig hält. Dies gilt ebenso für ihre Diskussion der Begriffe Sicherheit und „early warning", die die beiden folgenden Kapitel ausfüllen. Über die Lesbarkeit ihres Buches macht sich Riemer keine Illusionen: „wording and language are of a particular and sometimes challenging style" (16). Tatsächlich kann man sich mitunter nicht des Eindrucks erwehren, dass ein bisschen weniger pompöses Wortgeklingel es auch getan hätte.
Walter Rösch (WR)
M. A., Politikwissenschaftler.
Rubrizierung: 4.24.1 Empfohlene Zitierweise: Walter Rösch, Rezension zu: Andrea K. Riemer: Semiperiphery States during the Post-cold war Era. Frankfurt a. M. u. a.: 2002, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/19094-semiperiphery-states-during-the-post-cold-war-era_22175, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 22175 Rezension drucken
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