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/ 18.06.2013
Kiran Klaus Patel

"Soldaten der Arbeit". Arbeitsdienste in Deutschland und den USA 1933-1945

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2003 (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft 157); 459 S.; kart., 49,90 €; ISBN 3-525-35138-0
Diss. Berlin; Gutachter: H. A. Winkler, G. Bock, H. Kaelble. - Im Zuge der Weltwirtschaftskrise wurden nach 1929 in vielen Ländern Arbeitsdienste als Beschäftigungsprogramme für arbeitslose Männer eingerichtet - so der „Civilian Conservation Corps" (CCC) in den USA. In Deutschland war dies der in der Weimarer Republik gegründete Freiwillige Arbeitsdienst (FAD), der vom NS-Regime übernommen und 1935 in Reichsarbeitsdienst (RAD) umbenannt wurde. Neben dem Abbau der Arbeitslosigkeit zielte er u. a. darauf, „ein neues Arbeitsethos zu schaffen" sowie „beim Aufbau einer neuen Volkskultur zu helfen". In seinem asymmetrischen, funktionalen Vergleich der beiden Dienste legt Patel den Schwerpunkt auf den deutschen Arbeitsdienst nach 1933 und kontrastiert diesen mit dem CCC. Die Untersuchung umfasst neben einem historischen Abriss die institutionelle Ebene, ideologische Fragen wie Erziehungsziel und Menschenbild sowie praxisbezogene Aspekte wie Arbeitsbereiche und Einsatzorganisation. Darüber hinaus widmet sich Patel der wechselseitigen Wahrnehmung der beiden Dienste und zeigt Unterschiede, aber auch Parallelen in den Strategien zur Überwindung der großen Depression auf.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 2.3122.642.262 Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Kiran Klaus Patel: "Soldaten der Arbeit" Göttingen: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18839-soldaten-der-arbeit_21856, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 21856 Rezension drucken
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