/ 18.06.2013
Ansgar Thiel
Soziale Konflikte
Bielefeld: transcript 2003 (Einsichten); 101 S.; kart., 10,50 €; ISBN 3-933127-21-1Der Vorschlag Luhmanns, auf der Basis seiner Systemtheorie eine neue Konflikttheorie zu entwickeln, ist der Ausgangspunkt der Überlegungen von Thiel, Professor für Sportsoziologie und Sportökonomie in Chemnitz. Um überprüfen zu können, ob und inwieweit ein theoretischer Neubeginn gelungen ist, stellt Thiel im ersten Teil die theoretischen Grundpositionen „ausgewählter Klassiker der Konfliktsoziologie" (6) vor. Luhmanns Arbeiten selbst hätten „eine Reihe von Erklärungslücken" (91) hinterlassen, so das Resümee des Autors. Er plädiert sehr allgemein für Regeln, die eine „Kommunikation über Konflikte und über bislang nicht kommunizierten Dissens ermöglichen" (94) und erklärt ohne langatmige Erklärungen „starre Gut/Böse-Unterscheidungen" (94) in der internationalen Politik für überholt.
Inhaltsübersicht: Grundlegende Theoriepositionen: Der Konflikt als Struktureffekt; Der Konflikt zwischen Funktion und Dysfunktion; Der Konflikt als Spiel; Der Konflikt als eskalatives Geschehen; Der Konflikt als soziales System. Spezielle Fragen: Konfliktentstehung; Konflikteskalation; Deeskalation von Konflikten; Kosten und Nutzen von Konflikten.
Natalie Wohlleben (NW)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 5.42
Empfohlene Zitierweise: Natalie Wohlleben, Rezension zu: Ansgar Thiel: Soziale Konflikte Bielefeld: 2003, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/18676-soziale-konflikte_21660, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 21660
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Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
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