/ 20.06.2013
Angelika Nußberger
Sozialstandards im Völkerrecht. Eine Studie zu Entwicklung und Bedeutung der Normsetzung der Vereinten Nationen, der Internationalen Arbeitsorganisation und des Europarats zu Fragen des Sozialschutzes
Berlin: Duncker & Humblot 2005 (Schriften zum Völkerrecht 161); 587 S.; 98,- €; ISBN 978-3-428-12009-3Rechtswiss. Habilitationsschrift München; Gutachter: B. von Maydell, B. Simma. – Das Ziel der Untersuchung ist eine umfassende Darlegung der internationalen Sozialstandards. Die Autorin zeichnet nicht nur die Rechtsquellen und Entwicklungslinien nach und stellt den umfangreichen Normenbestand und seine Rechtsgeltung auf nationaler Ebene dar, sondern fragt nach den Wirkungen der verschiedenen Sozialschutzbestimmungen und wie sie – insbesondere von den im Titel genannten Organisationen – angewandt werden. „Sozialstandards können Koordinierungs- wie auch Harmonisierungsregelungen umfassen. Regelungen auf einem hohen Abstraktionsniveau stehen konkreten Detailregelungen gegenüber. Zudem greifen unverbindliche und verbindliche Regelungen ineinander.“ (34) Dieses Problem der Mehrfachregulierungen, Normenkollisionen und konzeptionellen Widersprüche führe zu einer zunehmenden Verrechtlichung, die die Grenzen rechtlicher Steuerung deutlich machten. Damit stellt die Autorin ihre Untersuchung in den übergeordneten Kontext der Frage nach dem Völkerrecht als geeignetes Regelungsinstrument. Für die Drucklegung wurde die Arbeit auf den Stand von Sommer 2005 gebracht.
Anke Rösener (AR)
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
Rubrizierung: 4.1 | 4.3
Empfohlene Zitierweise: Anke Rösener, Rezension zu: Angelika Nußberger: Sozialstandards im Völkerrecht. Berlin: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/25815-sozialstandards-im-voelkerrecht_29973, veröffentlicht am 25.06.2007.
Buch-Nr.: 29973
Inhaltsverzeichnis
Rezension drucken
Dipl.-Politologin, Redakteurin pw-portal.de.
CC-BY-NC-SA