/ 18.06.2013
Axel Rüdiger
Staatslehre und Staatsbildung. Die Staatswissenschaft an der Universität Halle im 18. Jahrhundert
Tübingen: Max Niemeyer Verlag 2005 (Hallesche Beiträge zur Europäischen Aufklärung 15); VII, 480 S.; 124,- €; ISBN 3-484-81015-7Diss. phil. Halle-Wittenberg. – Kann die ältere Staatswissenschaft als Vorläuferin der modernen Politikwissenschaft aus einer Perspektive betrachtet werden, aus der sie methodologisch ertragreich für analytische Fragestellungen der Sozialwissenschaft der Gegenwart ist? Ausgehend von einem poststrukturalistischen Ansatz wird in der Arbeit der Versuch unternommen, die Staatswissenschaft des 18. Jahrhunderts anhand ihrer „konkreten Funktion, Struktur und Genese zu verstehen„ (22). Die „historische Gouvernementalisierung„ (26) der Universität Halle in ihrer Funktion als „spezialisiertes wissenschaftliches Produktionsfeld„ (22) wird zur politischen Begriffs- und Theorienbildung in Beziehung gesetzt. Dem Verfasser gelingt es, die „eigentümliche Verflechtung„ (418) von Wissenschaft und Politik im Rahmen der preußischen Staatsbildung und im Rahmen des akademischen Diskurses innerhalb einer preußischen Landesuniversität aufzuzeigen.
Tanja Pritzlaff (TP)
Dipl.-Politologin, wiss. Mitarbeiterin, Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen.
Rubrizierung: 5.2 | 5.33
Empfohlene Zitierweise: Tanja Pritzlaff, Rezension zu: Axel Rüdiger: Staatslehre und Staatsbildung. Tübingen: 2005, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/17553-staatslehre-und-staatsbildung_20213, veröffentlicht am 01.01.2006.
Buch-Nr.: 20213
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Dipl.-Politologin, wiss. Mitarbeiterin, Zentrum für Sozialpolitik, Universität Bremen.
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