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/ 05.06.2013
Joachim Hoffmann

Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945. Planung, Ausführung und Dokumentation

München: Herbig 1999; 400 S.; 5., überarb. und erg. Aufl.; 58,- DM; ISBN 3-7766-2079-X
Die wissenschaftlich heftig umstrittene These, Hitler sei mit seinem Überfall auf die Sowjetunion einem von Stalin längst geplanten Angriffskrieg gegen das Deutsche Reich nur zuvorgekommen, ist für den Historiker Hoffmann zweifelsfrei belegt. An der Heftigkeit der Debatte zeigt sich die ideologische Belastung des Gegenstandes: Die These vom Hitlerschen Präventivkrieg kann zur Entlastung Hitlers gebraucht werden, zur Verschiebung der Schuld vom einen zum anderen Massenmörder. Sie muß aber nicht so gebraucht werden, und so hängt der wissenschaftliche Wert der These ganz an der Deutung des historischen Materials, das sie belegen soll. Dies Material ist in der Sicht Hoffmanns, gerade nach der Öffnung russischer Archive, eindeutig. In der fünften Auflage seines Buches sieht der Autor - trotz starken Gegenwinds - nach wie vor keinen Anlaß für eine Revision seiner Position.
Barbara Zehnpfennnig (BZ)
Prof. Dr., Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte, Universität Passau.
Rubrizierung: 2.622.312 Empfohlene Zitierweise: Barbara Zehnpfennnig, Rezension zu: Joachim Hoffmann: Stalins Vernichtungskrieg 1941-1945. München: 1999, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/8408-stalins-vernichtungskrieg-1941-1945_11094, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 11094 Rezension drucken
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