Skip to main content
/ 19.06.2013
Gerd R. Ueberschär

Stauffenberg. Der 20. Juli 1944

Frankfurt a. M.: S. Fischer 2004; 271 S.; geb., 19,90 €; ISBN 3-10-086003-9
Ueberschär präsentiert keine neue Gesamtdarstellung und auch keine neue Stauffenberg-Biografie, sondern einen Begleitband im besten Sinne: Er liefert präzise Hintergrundinformationen und erläutert Zusammenhänge, die im neuen Film des Jahres 2004 zum militärischen Widerstand fehlen - wie beispielsweise die biografischen Skizzen der Offiziere, die am 20. Juli 1944 beteiligt waren oder der Exkurs zu den Frauen des 20. Juli. Sinnvoll ergänzt wird dieser Band durch einen klassischen Literaturbericht über den 20. Juli. Der Autor zeigt vor allem, wie sich die Perspektive auf die Attentäter, auf die Mitglieder des militärischen Widerstandes im Allgemeinen (hier z. B. die Frage nach dem Eid, die Frage nach der politischen Absicht der Verschwörer, den Motiven zum Attentat) oder im Einzelnen (z. B. Hans Oster und sein Hoch- und Landesverrat) gewandelt hat. Insgesamt bietet das Buch eine gute Zusammenfassung und Analyse der Ereignisse, die sich als Übersichtsdarstellung und Nachschlagewerk gleichermaßen nutzen lässt.
Axel Gablik (AG)
Dr., Historiker.
Rubrizierung: 2.312 Empfohlene Zitierweise: Axel Gablik, Rezension zu: Gerd R. Ueberschär: Stauffenberg. Frankfurt a. M.: 2004, in: Portal für Politikwissenschaft, https://www.pw-portal.de/rezension/20847-stauffenberg_24311, veröffentlicht am 01.01.2006. Buch-Nr.: 24311 Rezension drucken
CC-BY-NC-SA